geschrieben von admin (13. September 2010)
Kategorie: Grundlagen
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Zentraler Bestandteil der Montessori-Pädagogik ist die vorbereitete Umgebung. Diese gibt dem Kind die Möglichkeit, sich einen als optimal empfundenen Lebens- und Arbeitsraum nach eigenen Maßstäben einzurichten. Ein wichtiges Kriterium ist der Aufforderungscharakter, welcher das Kind zur selbstständigen Lebensführung animieren soll.

Die Einrichtung ist nach kindlichen Maßstäben gewählt. Möbel sind für Kinder tragbar und nicht zu hoch. Dadurch wird zur aktiven Gestaltung des Lebens- und Arbeitsraumes aufgefordert. Ein weiterer wichtiger Effekt ist die Vermittelung von Rücksichtnahme auf die Anderen. Das Kind ist nicht gezwungen die Möbel geräuschvoll herumzuschieben, sondern kann diese ohne die Beeinträchtigung des Arbeitsprozesses positionieren. Damit verbunden ist die Erfahrung, dass die eigenen Handlungen im sozialen Kontext eine Wirkung entfalten und dafür die Verantwortung zu übernehmen ist. Die Aufgabe des Erwachsenen in der vorbereiteten Umgebung ist die Vorbereitung selbst sowie die Übernahme der Verantwortung. Die Kinder sind selbst mit dem Erhalt ihrer Umwelt betraut. Es finden zum Beispiel auch zerbrechliche Gegenstände wie Geschirr aus Porzellan und nicht aus Kunststoff Verwendung, um einen entsprechend behutsamen Umgang zu vermitteln. Damit wird ebenfalls eine realistische Wertbeimessung den Dingen des täglichen Gebrauchs gegenüber vermittelt. Arbeitsmaterialien frei zugänglich und in Augenhöhe der Kinder positioniert um einen Aufforderungscharakter zu schaffen. Die begrenzte Menge führt zu einem Abstimmungsprozess unter den Kindern und vermittelt den sparsamen Umgang mit Ressourcen.

Die vorbereitete Umgebung ist an den Maßstäben der Ästhetik und der Eleganz ausgerichtet. Ziel ist eine Loslösung aus der Abhängigkeit vom Erwachsenen.


geschrieben von admin (26. Juli 2010)
Kategorie: Allgemein
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Das bildungstheoretische Modell der Montessori-Pädagogik ist die kosmische Erziehung, welche auf der Überzeugung beruht, dass die vom Beginn der Welt an festgelegte Bestimmung des Menschen die Erfüllung des kosmischen Planes ist.

Da er sich durch die Gabe des Verstandes seiner Handlungen sowie der Folgen dieser bewusst werden kann, leitet Montessori eine besondere Stellung des Menschen in der Schöpfung ab. Daraus folgt die Verantwortung für sich selbst, die eigenen Taten und die Umwelt in der diese stattfinden. Der Mensch ist dazu angehalten, mittels des Intellektes, die Natur zur Kultur zu gestalten, ohne dadurch Nachteile für andere Lebewesen zu erzeugen. Es obliegt ihm durch die Begabung mit Intelligenz sich vom Tier zu unterscheiden und seinen Platz sowie seine Aufgabe im großen Ganzen zu erkennen, ja sogar zu wählen. Grundhaltung der kosmischen Erziehung ist, dass der Mensch seinen Teil zum kosmischen Plan beizutragen hat, aber nicht auf Weisung oder zu Kosten Anderer. Zwar beinhaltend die Begründung der kosmischen Erziehung religiöse Elemente, etwa als Ursprung der Schöpfung einen Gott, doch wird dieser den Kindern nicht aufgedrängt. Da von Montessori der Lebensabschnitt zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr als besonders empfänglich für Themen des Großen und Ganzen angesehen wird, bildet die kosmische Erziehung auch die Grundlage für den Unterricht an Montessori-Einrichtungen in diesem Zeitraum.

Der Gedanke, alles in eine große Einheit münden zu lassen, sowie Selbstständigkeit im und Verantwortungsbewusstsein für den Lebensraum herauszubilden, sind zentrale Ansichten der kosmischen Erziehung.


geschrieben von admin (19. Juli 2010)
Kategorie: Allgemein
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Maria Montessori, eine italienische Pädagogin und Ärztin, erkannte während ihrer praktischen Arbeit, dass in jedem Kind der natürliche Drang des Lernens zu finden ist. Jedes Kind hat das Bedürfnis ein Teil der Erwachsenenwelt zu sein und möchte sich durch das Erlernen von Fertigkeiten und Kenntnissen von der Abhängigkeit zu Erwachsenen lösen. Um dem Lerndrang eines Kindes gerecht werden zu können, entwickelte Maria Montessori eigenes Lernmaterial, das einen entscheidenden Bestandteil der heute bekannten Montessori Pädagogik bildet. Da ein Kind während der Arbeit mit dem Lernmaterial den Eindruck des Spielens vermittelt bekommt, wird es heute als Montessori Spielmaterial bezeichnet. Es ist so konzipiert, dass Jungen und Mädchen zum einen eigenständig damit arbeiten können und zum anderen durch den spielerischen Charakter konzentrierter lernen.

Die Materialien beziehen die Arbeit mit allen Sinnen ein. Durch das Montessori Sinnesmaterial lernen Kinder die bereits zur Verfügung stehenden Kenntnisse einzusetzen und sie durch die Anwendung weiterzuentwickeln. Um eine bestmögliche Unterstützung für die Kindesentwicklung gewährleisten zu können, muss das Montessori Spielmaterial für die Kinder leicht zugänglich zur Verfügung stehen. Jungen und Mädchen müssen den Freiraum erhalten, selbst entscheiden zu dürfen, wann sie mit dem Material arbeiten. Zudem sollten Kinder selbst entscheiden, wie lange sie sich mit einem Material beschäftigen möchten.


geschrieben von admin (14. Juli 2010)
Kategorie: Allgemein
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Maria Montessori entdeckte während ihrer Arbeit mit Kindern die sogenannten sensiblen Phasen. Unter diesen werden Zeitfenster verstanden, in denen ein Kind neuen Inhalten und Lerngebieten besonders offen gegenübersteht. Es begreift neue Zusammenhänge schnell und kann diese rasch verarbeiten. Die sensiblen Phasen treten nach Auffassung von Maria Montessori überwiegend ab dem dritten Lebensjahr auf und lassen sich intensiv bis zum Alter von sechs Jahren erkennen. Viele dieser Phasen richten sich an das Erlernen von Sprachen und an Grundrechenarten. Eine besondere Zeit ist die sensible Phase der Ordnung. Während dieser konzentrieren sich Jungen und Mädchen ausgesprochen stark auf die eigene Umgebung.
So beginnen Kinder damit ein großes Interesse für all die Gegenstände zu entwickeln, die sich in ihrer Umgebung befinden. Sie beobachten sie, versuchen sie durch ihre Sinne zu verstehen und möchten sie möglichst schnell wahrnehmen. In diesen Wochen reagiert ein Kind besonders rasch auf einzelne Veränderungen, die sich in der Umgebung vollziehen. Eltern müssen während dieser Zeit auf eine äußere Ordnung achten. Dadurch vermitteln sie Kindern Sicherheit und Struktur gleichermaßen. Kinder entwickeln dadurch ein ausgeprägtes Ordnungsgefühl und beginnen aktiv auf einen festen Standort der Gegenstände zu achten. Der individuelle Ordnungssinn wird in dieser Zeit geprägt und geschult.


geschrieben von admin (10. Juni 2010)
Kategorie: Montessori Material
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Maria Montessori entwickelte zu ihrer eigenen Pädagogik auch das passende Material. Erstmal ausprobiert wurde diese Kombination von ihr im Jahre 1907. Nach der Lehre von Maria Montessori sollen Kinder ungestört und im eigenen Tempo ihre Fähigkeiten herausbilden können, ohne durch ihre Umwelt und Erwachsene beeinflusst zu werden. Das Maria Montessori Material fördert dies. Kinder können beim Umgang damit Dinge erlernen, die sie für ihre Zukunft brauchen und lernen so schon im jungen Alter selbstständig an neue Dinge heranzutreten.

Neben der Bildung von mathematischen und sprachlichen Fähigkeiten wird dabei großen Wert auf die Entwicklung von praktischem Können gelegt. Die motorischen Fähigkeiten sowie ein alltägliches Geschick sollen mit der Hilfe von Maria Montessori Materialien gefördert werden. Es gibt zum Beispiel Rahmen, in die Stoffe mit unterschiedlichen Verschlussmöglichkeiten eingespannt sind. Damit können die Kinder lernen, wie Klettverschluss funktioniert, wie man Knöpfe schließt und wie man eine Schleife bindet. Zudem wird dabei die Augen-Hand-Koordination geschult. Zu dem praktischen Können zählt auch, dass die Kinder lernen, wie man miteinander kommuniziert und dass man mit den Materialien sorgsam umgehen muss. Zu diesem Zweck sind alle Geschirrteile, die es in dem Montessori Spielbereich gibt aus Porzellan oder ähnlichen und nicht wie sonst oft aus Plastik. Die Kinder begreifen sehr schnell, dass sie die Sachen nicht unachtsam durch die Gegend werfen können, da sie sonst kaputt gehen und sie nicht mehr damit spielen können.


geschrieben von admin (9. Mai 2010)
Kategorie: Material herstellen
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Geobretter bauen ist sowohl für Kinder als auch für Eltern meist ein großer Spaß. Die Geobretter eignen sich besonders für Kinder im Grundschulalter. In diesem Altern haben nur die wenigsten Kinder schon einmal mit einem Hammer zu tun gehabt bzw. selbst etwas gebaut was einen tatsächlichen Nutzen hatte. Da Kinder jedoch in der Regel gerne bauen, setzt das Geobrett hier an einer sehr richtigen Stelle an, die von Maria Montessori entdeckt wurde.

Der Spaß am Lernen ist es, der dazu führt, dass die Kinder eifriger und nachhaltiger Erfahrungen sammeln, die ihnen nutzen und gleichzeitig gefallen. Geobretter bauen daher auch ganze Schulklassen zusammen und erfreuen sich dann an deren Einsatz in den darauffolgenden Unterrichtseinheiten. Mit diesen Geobrettern lassen sich die verschiedensten geometrischen Formen bauen, die es einzusetzen gilt um den Kindern ein Gespür für die Geometrie zu vermitteln.

Für das Geobrett selbst benötigt man nur äußerst einfache Mittel um Geobretter zu bauen- zur Geobretter Bauanleitung. Diese Mittel liegen in einer Holzplatte und Nägeln bzw. Schrauben. Alternative empfiehlt sich je nach Alter der Kinder oder des Kindes auch der Einsatz einer Plexiglasplatte, da die Verletzungsgefahr, die von dieser Platte ausgeht noch geringer ist als die Verletzungsgefahr bei Holz. Grundsätzlich ist dies jedoch den Eltern überlassen.

Zum Einsatz des Geobretts benötigt man dann ein Gummiband, mit dem sich die einzelnen Formen bilden lassen. Um wirklich alle möglichen Formen kennenzulernen empfiehlt sich allerdings auch der Kauf eines Vorlagenbuches für das Geobrett. Hier können Eltern Formen sehen bzw. ihren Kindern zeigen, die sie dann einfach nachbilden sollen und können. Geobretter bauen ist generell ein Spaß für die ganze Familie, der Nutzen den die Kinder daraus erhalten ist jedoch weitaus größer als der Spaß. Die Kinder werden die dort gewonnen Fähigkeiten auf verschiedene andere Gebiete zu übertragen wissen – vor allem die Motorik wird bei Bau und beim Gestalten der Formen geschult.


geschrieben von admin (2. Mai 2010)
Kategorie: Montessori Material
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Die Geburt als Ereignis findet täglich so oft statt und ist doch jedes Mal für sich von sprichwörtlich grundlegender Bedeutung. Es wir der Grund gelegt für einen neuen Menschen, eine neue Existenz. Dass auf diesem Grund auch ein Mensch erwachsen werden kann, welcher das Optimum seiner Fähigkeiten und Begabungen ausschöpft, ist das Ziel des pädagogischen Bildungskonzeptes nach Maria Montessori. Dieses Konzept beschäftigt sich mit der Zeitspanne von Geburt bis zum 18. Lebensjahr, wobei auf die ersten 6 Jahre besonderer Wert gelegt wird, da nach dem Verständnis der „Reformpädagogin“ Montessori in diesen Jahren die Persönlichkeit des Menschen geformt wird.

Ein Zentralbegriff der Montessori-Pädagogik ist die „Polarisation der Aufmerksamkeit“, ein Phänomen, welches bei Menschen beobachtet werden kann, die sich vollkommen einer Aufgabe widmen. Bei Kindern drückt sich das sogenannte „Montessori-Phänomen“ dadurch aus, dass sie zum Beispiel bei der Beschäftigung mit Bauklötzen über erstaunlich lange Zeiten sehr stark auf die Arbeit mit ein und demselben Material fixiert sind. Dies zeigt die Fähigkeit von Kindern, sich über lange Strecken zu konzentrieren. Sie schotten sich geradezu mental von der Außenwelt ab, was natürlich eine geeignete Umgebung und eine noch viel wichtiger geeignete Beschäftigungsmöglichkeit voraussetzt. Fördern lässt sich diese Polarisation der Aufmerksamkeit in der Pädagogik durch das Material.


geschrieben von admin (3. August 2009)
Kategorie: Bücher
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Morgen wird es wieder schönGerade wenn man als interessierte Montessori-Eltern nach neuen Materialien für die Freiarbeit sucht stößt man schnell an die Grenzen der Handelslandschaft. Mit dem Buch Morgen wird es wieder schön hat man einen ganz tollen Grundstock an selbst herstellbaren Montessori-Materialen in der Hand.

Christel Fisgus stellt in dem Buch aus dem Auerverlag jede Menge neuer Montessori-Materialen zum selbermachen vor und leitet gleichzeitig zum Umgang mit den Materialien an. Sehr schön gemacht!


geschrieben von admin (27. Februar 2009)
Kategorie: Montessori Material
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Gerade aufgetan: rechenstäbchen.de. Hier wird genau erklärt für was die Montessori Rechenstäbchen da sind und wie sie verwendet werden. Eine Bezugsquelle ist auch gleich verlinkt. Schön praktisch.


geschrieben von admin (3. September 2008)
Kategorie: Montessori Material
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Das Dividieren ist die Grundrechenart, welche für Kinder am schwersten zu erlernen ist. Addition und Subtraktion sitzen relativ schnell auch die Multiplikation geht noch recht einfach. Aber ca. Mitte - Ende der dritten Klasse kommt das Teilen von Zahlen auf den Schulplan und dann sind einige Kinder und auch die Eltern schier am Verzweifeln.

Für Kinder ist es schwierig sich Geteiltaufgaben im Kopf vorzustellen. Dafür gibt es in der Montessori-Pädagogik die Divisionsbretter. So haben die Kinder die Möglichkeit sich vor Augen zu führen, was es bedeutet eine Zahl zu teilen und was dabei passiert. Letztlich es es nur eine Umkehrung der Multiplikation.

Mehr zu den Divisionsbrettern gibt es unter: www.divisionsbrett.de